Eveline Widmer-Schlumpf, Vorsteherin des EFD

Eveline Widmer-Schlumpf, Bundesrätin, Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartementes

"Gleicher Lohn für gleiche Arbeit". An sich eine Selbstverständlichkeit. Und dennoch ist diese frauenpolitische Forderung noch immer aktuell. Das verfassungsmässige Recht ist nicht überall konsequent umgesetzt. Nach wie vor lassen Bewertungs- und Bezahlungssysteme eine Ungleichbehandlung zu. Darauf ist immer wieder hinzuweisen. Die Öffentlichkeit ist für diese Problematik zu sensibilisieren. Der EqualPayDay nimmt dieses Thema auf und erinnert die gesellschaftlichen Akteure an ihre entsprechende Verantwortung."

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Hier finden Sie weitere Statements

Überparteiliche Frauenallianz

 
 

 

Gegen den Lohnunterschied: Meilensteine im Jahr 2012

7. März 2012 : Equal Pay Day

Pressekonferenz einer Allianz von Schweizer Politikerinnen, von links bis rechts, gegen das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen in der Schweiz.

26. April 2012

Fernsehsendung Temps Présent von RTS mit dem Titel "A travail égal, salaire inégal" in Zusammenarbeit mit BPW Neuchâtel.

2. Mai 2012

Die Bundesversammlung nimmt die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen in das Legislaturprogramm 2011-2015 auf.

8. Mai 2012

Der Ständerat des Kantons Tessin äussert sich zur Situation der Lohngleichheit.

23. Mai 2012

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat die Schaffung einer unabhängigen Kommission unterstützt, ausgestattet mit Kompetenzen zur Überprüfung und Ausführung, mit dem Auftrag die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen zu erreichen.

13. Juni 2012

Einreichung einer parlamentarischen Initiative zur Lohngleichheit durch treiteilige Kommissionen.

20. Juli 2012

Erhöhung der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern in der Verwaltung des Kantons Waadt: 13,8% oder +0.4 Punkte seit 2009.

23. August 2012

Die Europäische Union startet ein neues Programm um die Lohn-Lücke zu schliessen.

September 2012

Kampagne in der Romandie für Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern organisiert von den Gleichstellungsbüros der Romandie.

10. September 2012

Der Nationalrat hat die parlamentarische Motion von Chiara Simoneschi einen Kontrollmechanismus für die Lohngleichheit einzuführen angenommen.

18. Oktober 2012

13,4% Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern in der Verwaltung des Kantons Neuenburg.

November 2012

In der Schweiz können 0,007% der Unternehmen, die 2,8% der Mitarbeiter-Innen repräsentieren*, eine Lohnpolitik frei von Diskriminierung nachweisen (Zertifizierung Equal Salary oder Dialog über Lohngleichheit).
* Quellen : Equal-Salary und Dialog über Lohngleichheit (Stand November 2012) ; Betriebszählung 2008, am 29.03.2010 veröffentlicht.



Das Recht auf gleichen Lohn

Seit 1981 ist das Prinzip der Gleichstellung von Mann und Frau in Artikel 8 Absatz 3 der Schweizerischen Bundesverfassung verankert:

«Der Grundsatz der Gleichstellung "Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.»

Doch: Von 2008 bis 2010 hat sich der Lohnungleichheit von 19,3 auf 18,4 Prozent reduziert.

Internationale Wurzeln, europäische Vision

Ursprünglich kommt der "Equal Pay Day" aus den USA, wo er bereits seit Mitte der Neunziger Jahre eine feste Institution ist. Auch dort steht das Thema Lohndifferenz im Mittelpunkt zahlreicher Aktionen und Veranstaltungen. 

2008 wurde der Equal-Pay-Day erstmals in Deutschland durchgeführt. Österreich und die Schweiz folgten 2009 mit einem eigenen Aktionstag.

2011 ruft die Europäische Kommission zum ersten Mal zum Equal Pay Day auf. In 2013 wird der Equal Pay Day in 23 europäische Länder veranstaltet.

Rote Taschen gegen rote Zahlen

Das Symbol des Equal Pay Day ist die rote Tasche - weil Frauen ein Minus in der Tasche haben!

 

Die konkreten Ziele der Initiative sind:

- Die Debatte über Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen beleben
- Das Bewusstsein für das Ausmass und die Tragweite des Problems schärfen
- Sensibilisierung und Mobilisierung aller beteiligten Akteure
- Stärkung der Frauen, damit sie aktiv und eigenverantwortlich handeln
- Reduzierung der Lohnschere in der Schweiz
- Etablierung des landesweiten Equal Pay Day

Erst wenn beruftätige Frauen realisieren, dass sie in ihrer aktuellen Position nicht das verdienen, was sie wert sind, können berechtigte Gehaltsanpassungen auch realistisch durchgesetzt werden. Die Zukunftsvision, die BPW Switzerland, BPW Germany und BPW Austria hierbei verfolgen, ist: Frauen fordern und bekommen das, was sie verdienen!